21.08.2007 - Zentraldatei HEADS der bayerischen Polizei baut auf Software von rola Security Solutions Oberhausen auf
HEADS Haft-Entlassenen-Auskunfts-Datei-Sexualstraftäter - so heißt die Datei, in der die Polizei in Bayern Erkenntnisse zu rückfallgefährdeten entlassenen Sexualstraftätern sammelt. Seit fast 1 Jahr ist das System im Einsatz und hat sich inzwischen bereits in der Praxis höchst erfolgreich bewährt.
In einer im Bayerischen Landeskriminalamt zentral geführten Datei werden Erkenntnisse zur Person der Täter gesammelt, zu Strafmaß, Haftführung sowie Auflagen nach der Entlassung und von den Polizeispezialisten nach ihrem Rückfallgefährdungspotential eingestuft. Diese Informationen werden nach der Haft den zuständigen Polizeidienststellen am Wohnort des Entlassenen übermittelt, die in engem Kontakt mit Bewährungshelfern, Sozialämtern usw. den Exhäftling im Blick behalten können.
Dies alles geschieht mit Unterstützung von modernster IT-Technik. Die bayerische Polizei konnte ihr landesweit eingesetztes Fallermittlungssystem EASy der Firma rola Security Solutions nutzen. Die Software bietet die Möglichkeit, alle für die HEADS Datei benötigten Informationen aufzunehmen. Sie stellt zudem die Infrastruktur bereit, mit einer zentralen Informationssammel- und Auswertestelle zu arbeiten, die ihrerseits die örtlichen Polizeidienststellen informiert. Und das alles unter der Maßgabe des erforderlichen Datenschutzes.
Inzwischen haben zahlreiche andere Bundesländer ihr Interesse am Aufbau einer solchen Datei bekundet. Das ist nicht nur aus Gesichtspunkten der Ermittlungsunterstützung und Prävention sinnvoll, sondern auch technisch leicht umsetzbar: die bayerische Ermittlungssoftware EASy, von rola als rsCASE entwickelt, wird unter jeweils anderen Namen in der überwiegenden Zahl der Bundesländer sowie im BKA bereits eingesetzt. Damit könnte auch andernorts innerhalb kurzer Zeit und unter Nutzung bereits vorhandener Ressourcen eine Datei zur Erfassung rückfallgefährdeter Sexualstraftäter aufgebaut werden. Die Arbeit mit demselben IT-System ermöglicht zudem eine Kooperation über Ländergrenzen hinweg - ein Ziel, das bereits mehrere Bundesländer und auch der Bund deutscher Kriminalbeamter eingefordert haben. "Mit dem hier gewählten Ansatz", so die niedersächsische Justizministerin Heister-Neumann bei der Vorstellung der bayerischen Lösung, "ist eine einmalige Chance gegeben, eine bundesweite Vernetzung hinzubekommen."
|